Rock am Härtsfeldsee 27. & 28.6.

DISCHINGEN! It was a blast!

Rock am Härtsfeldsee ist ja, zumindest für die Härtsfelder unter uns, irgendwie wie Klassentreffen. Menschen, die man das Jahr über nur schwer zu Gesicht kriegt, die laufen einem hier unter Garantie massenweise über den Weg. I like! Kann man während der Umbaupausen herrlich in Erinnerungen an alte Zeiten schwelgen und sich gegenseitig vor Augen führen wie alt man doch geworden ist 😉

Ganz früher, da war ich maximal halb so alt wie jetzt, da stand hier ein alter Anhänger mit einer mobilen Disco drauf. Heute, knapp 20 Jahre später ist alles dezent größer und die Leute, die früher vom Band kamen, geben sich heutzutage die Klinke oder Gitarre in die Hand. Oder beides. Ganz alive and kickin‘! Noch ein like!

Den Openerslot belegte heuer eine mir bis dato unbekannte Band namens „need 2 destroy“. Auftritt war in Ordnung, der Mix aus Hardcore/Crossover und Latinoklängen alles in allem aber eher nicht meine Baustelle. Kissin Dynamite folgten mit einer souveränen Show prall gefüllt mit feinstem Heavy Rock. Ebenso nicht unbedingt mein favorisierter Stil, aber machte Spaß. Die finnischen Insomnium mit ihrem aktuellen Album „Shadows of the dying sun“ im Gepäck wussten mit melodischem Death Metal zu begeistern. Wer sie noch nicht kennen sollte: unbedingt reinhören! Totales Kontrastprogramm, Irish Folk und abfeiern und tanzen und ausrasten gabs im Anschluß mit Fiddlers Green. Bei denen MUSS man einfach gute Laune kriegen und man fängt an wie ferngesteuert loszutanzen. Aber man will es sowieso nicht anders, also alles im greenen Bereich. Darauf ein Guinness 😉 Etwas rauher wurde der Ton auf der Bühne dann bei Arch Enemy mit neuer Frontfrau und Augenweide Alissa White-Gluz! Hammer, wie viel Krach man aus so einem kleinen Ding rauskriegt! Daumen nach oben, Haare durch die Luft. Geil! Die neue Scheibe „War Eternal“ sei der werten Leserschaft dabei wärmstens empfohlen! Und dann kam er: Blackie Lawless! Um ihn und seine Mannen von W.A.S.P. ist es ja seit Jahren recht still geworden außer hier mal ne kleine Tour oder dort mal eine Clubshow. Nach Auflösung, reunion, Besetzungswechsel und dem ganzen Brimborium konnte, wie das ja nun meistens so ist, nie an die mächtigen Erfolge der 80er und frühen 90er angeknüpft werden. Die Fanbase allerdings blieb treu ergeben und wurde an diesem Freitag mit einem würdigen Headliner belohnt. Auch wenn die Jahre deutlich ihre Spuren hinterlassen haben, verlernt hat der gute Mann nix. Etwas träger als damals kommt er daher, die Frisur ist geblieben 😉 Die Hits, die textsicher mitgesungen wurden, ebenso. Chapeau

 

Am folgenden Tag stand man erst mal vor verschlossenen Türen bis um 17 Uhr der Einlass wieder geöffnet wurde. Naja, der frühe Vogel und so… 😉

Pünktlich zum Auftritt von Parasite inc. hatte auch der Himmel ein einsehen und öffnete seine Schleusen, so dass die 4 jungs sich über ein schon sehr gut gefülltes Zelt freuen durften. Melodic Death at its finest wurde der crowd um die Ohren gehauen und leider schon bald musste das Feld schon wieder geräumt werden. „Sauerland“ erklang aus den Boxen, was die nächste Band, Orden Ogan, ankündigte. Solider Power Metal und nen halben Autoreifen kann man sich ja auch schon mal ans Bühnenoufit tackern. Very interesting 😉 „Setzer, mach was cooles“ wollte ich noch rufen, aber zu spät. Da befand er sich schon in der Horizontalen. Den Boden vor dem Auftritt einseifen bringt also doch nicht nur hochglanz 😉 End Of Green waren am Start und waren wie gewohnt allerbester Laune, welche sich auch direkt auf das Publikum und die immer weiter wachsende Fangemeinde übertrug. Ein etwas unerwartetes (aber sehr geiles) set fand mit „Drink myself to sleep“ sein Ende und die Bühne wurde für Sepultura frei gemacht. Oder was von Sepultura noch übrig ist… Im Gegensatz zu Geiselwind vor wenigen Wochen legten sie heute einen sehr soliden und energiegeladenen Auftritt hin und wurden zurecht von der Menge abgefeiert. Saxon ließen etwas auf sich warten. Dafür waren die Roadies sehr fleißig. Hier nochmal Gitarre stimmen, dort das Mikro ein halbes Grad weiter nach unten, schon mal alle Flaschen öffnen, checken ob der Stecker jetzt auch wirklich drin ist und das ganze nochmal von vorn. Warum hat man in solchen Situationen eigentlich NIE ein Snickers zur Hand… wenns mal wieder länger dauert und so 😉 der Auftritt folgte tatsächlich noch und an selbigem gab es nix auszusetzen. Princess of the night wurde gespielt, alles gut. Und dann…The KREATOR has returned! Mille und seine Jungs machten von Beginn an keine Gefangenen und schickten sich direkt an Chaos, Brutalität und Zerstörung zu verbreiten. Und das Volk nahm alles dankbar an. Ausrasten und durchdrehen im Kollektiv! Ein würdiger Abschluß eines richtig guten Festivals!

Setlist: Phantom Antichrist, From flood into Fire, Warcurse, Coma of Souls, Endless Pain, Pleasure to kill, Hordes of Chaos, Death to the world, Riot of violence, Enemy of god, Phobia, Violent Revolution, United in hate, People of the lie, Civilisation collapse, Flag of hate/Tormentor

See you next year! Und solang gibts paar Fotos 😉

FREITAG

SAMSTAG

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